santiago- oder mandelkuchen

"is denn heut scho weihnachten?" ...ich frage wegen der kinder
@AxelEmm
Axel Emm

 

vor einiger zeit habe ich mir mal wieder ein paar Kochbücher geleistet. darunter auch das familienessen von ferran adria.

das hat wenig bis nichts mit molekularküche und / oder avantgarde-kochen zu tun. stattdessen werden hier auf eine äußerst angenehme art und weise die täglichen mahlzeiten der küchencrew in 31 drei-gänge-menüs vorgestellt. zu jedem gericht gibt es einen zeitplan, eine bebilderte zutatenliste und eine ebenso gestaltete schritt-für-schritt anleitung. zusätzlich bietet das buch noch basis- und grundrezepte für saucen, fonds etc. sowie eine einführung in notwendige, nützliche und nette kochutensilien.

ich bräuchte eine derart detaillierte darstellung zwar nicht, komme aber gut damit zurecht. was mir gefällt, ist die fülle an ideen, der ansatz, eine mahlzeit aus drei gängen zu servieren und die möglichkeit die einzelnen teile der menüs zu kombinieren.
alles in allem ist das ein kochbuch mit guten ideen und viel inspiration, mit anleitungen für ambitionierte einsteiger und von daher auch ein tolles geschenk für all jene, die regelmäßig die wg-küche fluten oder sich sonst bloss am grill präsentieren…

so, nun ist jetzt aber advent, wir laden zum sonntagskaffee und brauchen dringend was für den süßen zahn was im zweifel auch als plätzchen durchgeht. deshalb konzentrieren wir uns mal auf

santiago-kuchen

Mandelkuchen

zutaten:

  • 1 el butter
  • 1 el mehl
  • 3 eier (größe l)
  • 150g zucker
  • 150g gemahlene mandeln
  • 1 prise zimt
  • (1 el kakao)
  • 1/2 zitrone (abrieb und saft)
  • 1 el puderzucker

backofen auf 180° c vorheizen.

eine eckige backform von 30x50cm (hatte ich nicht. deshalb: eine springform von 26cm) mit der butter einfetten und mit dem mehl ausstäuben. den boden mit backpapier auslegen.

die eier mit dem zucker schaumig rühren (ca. 5 minuten). die zeit nutzen, um mandeln und zimt zu mischen (ich füge gerne noch 1 el kakao dazu). zitronenabrieb (möglichst fein) untermischen. anschließend die mandelmischung vorsichtig unter die eiermasse heben, dabei den zitronensaft zugeben. der teig sollte so luftig wie möglich sein.

die masse in die form füllen (geschätzte 1,5 cm hoch). im vorgeheizten ofen 17 minuten backen bis der kuchen aufgegangen, farbe genommen hat und anfängt sich vom rand zu lösen – was er bei mir allerdings nicht so oft macht.

der kuchen zieht nach. heißt: nicht warten, bis er im ofen fest ist, dann wird er anschließend steinhart, geht allerdings als bruch immer noch zum espresso oder mit einer creme und früchten als “tiramisu a la maison” …

spass beiseite. die 17 Minuten passen für die kastenform schon gut. nach 20 minuten ist der kuchen fester und kann entsprechend geschnitten auch als plätzchen verkauft werden… bei der springform kann der kuchen ruhig 3-5 minuten länger im rohr bleiben, da er beim kleineren durchmesser etwas höher wird. ggf. die temperatur etwas reduzieren.

wenn er dann aber endlich fertig ist:
kuchen in der form erkalten lassen, stürzen und portionieren. mit puderzucker servieren. ich schätze besonders die mandelig-marzipanige note und die entspannte, nicht zu dominante süße. und das teil ist herrlich schnell gebacken.

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