wie ist das mit drei kindern eigentlich so… ?

… ob das gut sei, fragte mich heute meine schwester. ich habe anfangs nicht verstanden was sie meinte. was soll gut sein oder schlecht an kindern?

letztendlich ging es um den unterschied zwischen zwei und drei kindern und wie sich das familienleben verändert hat. dazu ist zu sagen, wer mit einem kind nicht klar kommt, sollte es nicht mit zweien versuchen. und wen zwei an den rand des nervenzusammenbruchs treiben, wird sich mit dreien nicht zu einer ausgeburt der entspanntheit entwickeln.

mit jedem kind haben wir neues gelernt, mit jedem kind hat sich das zusammeleben verändert, mit jedem kind mussten wir uns in der familie neu finden, grenzen abstecken, rollen besetzen. zwei sind anders als eins, drei anders als zwei. während meine frau die unterschiede gerne auch mal in wäsche ausdrückt, habe ich immer mehr töpfe auf dem herd… trotzdem lieben wir sie. kann es also ein problem sein, wenn gutes mehr wird?

meine kinder sind das beste sind, was mir im leben passiert ist. ich bin dankbar für jeden moment mit ihnen, egal ob wir alle gleichzeitig lachen, wie heute beim abendessen oder ob wir alle zusammen weinen, wie kürzlich beim zähneputzen. meine kinder intensivieren jeden tag das alltägliche durch ihre freude, ihre ängste, ihre nähe, ihre aufgekratzheit, müdigkeit, energie … (liste kann beliebig verlängert werden) und sie zeigen mir täglich meine grenzen auf. durch meine kinder scheitere ich regelmäßig auf eine sehr persönliche art und weise:
ich habe erkennen müssen, dass ich mit den konzepten, mit denen ich ein kind wohl prima hätte erziehen können, bei dreien gnadenlos scheitern muss. ich habe gelernt, die würde meiner kinder zu respektieren, ihre eigenständigkeit und unterschiedlichen persönlichkeiten zu schätzen. ich habe begriffen, dass es zwischen belohnung und bestrafung keine großen unterschiede gibt und was bedingungslose liebe wirklich heißt. ich habe durch meine kinder ganz viel über mich gelernt – mir blieb gar nichts anderes übrig. dadurch hat sich generell meine art mit anderen umzugehen verändert.

ich habe mittlerweile begriffen, dass morgens die sonne aufgeht, dass sie abends wieder untergeht und dass die zeit dazwischen unendlich kostbar ist* …

Kind3

*frei nach cary grant

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